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Risse im Gebäude: Ursachen erkennen und richtig handeln

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Risse in den Innenwänden oder Fassaden sind ein häufiges Problem, besonders bei älteren Gebäuden.

Oft heißt es dann: „Das Haus setzt sich." Doch bei Häusern, die seit 50, 80 oder sogar 100 Jahren stehen, ist ein tatsächliches weiteres „Setzen" des Gebäudes meist unwahrscheinlich. In diesem Zeitraum hat sich das Erdreich bereits so stark verfestigt, dass keine nennenswerte Bewegung mehr zu erwarten ist.

Treten dennoch Risse auf, können verschiedene Ursachen dahinterstecken:

  1. Statische Probleme — Risse über Fenstern, im Mauerwerk können auf eine unzureichende Statik hindeuten. Auch korrodierende Stahlträger oder Eisen im Mauerwerk können zu Problemen führen: Rost dehnt sich aus und sprengt das umliegende Mauerwerk regelrecht auf.

  2. Erschütterungen durch Erdarbeiten — Befinden sich Baustellen, tiefe Erdarbeiten oder das Einbringen von Spundwänden in unmittelbarer Nähe, können starke Erschütterungen Risse im Gebäude auslösen oder bestehende Schwächen verstärken.

  3. Feuchte Wände und geschädigte Ziegel — Eine häufig unterschätzte Ursache sind feuchte Keller- Außenwände, Innenwände. Dringt über längere Zeit Feuchtigkeit in Ziegel aus gebranntem Lehm ein, verlieren diese ihre Druckfestigkeit. Unter dem Gewicht des Hauses werden sie regelrecht zusammengedrückt – Risse sind die Folge. Je höher der Feuchtegehalt, desto mehr verwandelt sich der gebrannte Ziegel in seinen ursprünglichen Zustand zurück: Lehm.

Die Risse vergrößern sich mit der Zeit, und eine Sanierung wird immer aufwendiger und teurer. Auch statische Probleme können dadurch entstehen.

Warum die Ursache zu beheben wichtiger ist als das bloße Ausbessern — Risse einfach zu verspachteln oder zu überstreichen löst das eigentliche Problem nicht. Die Feuchtigkeit muss dauerhaft aus dem Mauerwerk entfernt werden, damit die Ziegel wieder druckfest werden.

Achtung bei „Verkieselungsverfahren" — Das oft angebotene Verkieseln der Wände schließt die Feuchtigkeit in vielen Fällen lediglich ein – die Wand bleibt feucht. Schon bei einer Durchfeuchtung von nur 12 % verschlechtert sich der Wärmedämmwert des Mauerwerks um bis zu 70 %. Die Folgen: kalte Wände, hoher Heizbedarf, anhaltende Feuchteprobleme.

Sie haben Risse im Haus? Ich helfe Ihnen weiter! Schildern Sie mir Ihr Problem – ich finde die tatsächliche Ursache und die passende Lösung für Ihr Haus.

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